Trilinguales Familienchaos

Von Himmelhoch jauchzend bis zu müde betrübt.

(…wie Recht Goethe doch hat).
Uff was für ein Chaos an Gefühlen diese Mutterschaft mit sich bringt. Auf dieses Wechselbad der Gefühl war ich eindeutig nicht vorbereitet. In einem Moment schaut man verliebt in die Augen seines Windelwindes und platzt schier vor Liebe und Freude, und im nächsten Moment will man einfach nur ins Bett, die Decke über den Kopf und sich vor der Welt verstecken. Und vor allem vor dem mit Spaghetti Bolognese um sich schmeißendem Baby und dem immer weiter wachsendem Wäscheberg, der langsam aber sicher Mount Everest Dimensionen annimmt.

Ja ich weiß, dass ist nicht gerade dass was man von den glücklichen Mamas aus der Pampers-Werbung gewohnt ist. Aber Gott sei dank ist das richtige Leben ja keine Pampers Werbung in der Baby-Kacka nach Lavendel und Flieder riecht und die Mama schon 3 Tage nach der Geburt wieder ausgeschlafen und mit SixPac rumläuft. Nein, das real Life ist anders. Leider.

An manchen Tagen, wenn mein Windelwind einfach von früh bis spät Party macht, Mittagsschlaf ein Fremdwort ist und jede potentielle Gefahrenzone wie Steckdosen oder steile Treppen fast schon magisch angezogen werden, dann bringt einen das ziemlich nah an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.
Wenn mein derzeitiges Leben eine Batterieanzeige wäre, dann wäre es stetig auf dem 1 Prozent Balken, an dem ich mich tagtäglich im Überlebensmodus entlang kämpfe. Komplett aufladen kann ich meine Batterien jedoch nie, da auch Nachts der Job als Mama keine Pause hat. Stillen, Zahnen, Wachstumsschub….
Also ganz ehrlich, wenn ich für meinen Job als Mama Stundenlohn bekommen würde, dann würde ich jetzt schon zu den Spitzenverdienern Deutschlands zählen und der Staat würde sich an meinen Steuern dumm und dämlich verdienen. Aber ja, Pech für den Staat, dass Mama-Sein nicht als Jobbezeichnung gilt.
Die Rechnung darf dafür dann der Papa zahlen, der die ganze schlechte Laune und Gereiztheit zahlloser schlafloser Nächte abbekommt.

Aber ja, ich will mich hier nicht weiter beklagen und ich möchte die Mutterschaft auch gar nicht schlecht reden. Es ist wunderschön Mama zu sein und bereue es keine einzige Sekunde. Wirklich! Ich liebe es!
Ich möchte damit nur sagen: An alle Mamas da draußen, Mutterschaft ist keine rosarote Pampers-Werbung, Mutterschaft ist ein harter Job, und es ist ok, wenn einem manchmal alles zu viel ist, man in depressive Stimmung verfällt und sich fragt wie man den nächsten Tag schaffen soll.
Es ist OK.

Fenjatla

Kurz und knapp: Mein Name ist Fenja, ich bin 25 Jahre alt, 1,56 groß/klein, blond, reiselustig und...naja..hier fängt die Reise auch schon an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest dann bist du hiermit herzlich eingeladen meinen Blog zu lesen ;)

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