Trilinguales Familienchaos

9 Monate und weitere schlaflose Nächte später….

schreibe ich diesen Blogeintrag als neue frischgebackene Mama eines bereits 5 Monate altem Wirbel- bzw Windeln-winds. Ja ich weiß, Bumm. Bombennachricht. Kim Jong-Un wird ganz blass vor Neid bei so viel explosivem Inhalt. Also ja, ich oute mich hiermit offiziel als MAMA. Und ich muss sagen, das klingt echt alt. So…alt halt! Erwachsen! Alleine bei dem Wort Mama bekomme ich gefühlt graue Haare und Falten auf der Stirn. Einen Moment bitte…


Ok ich habe gerade nachgecheckt, graue Haare und Falten sind noch nicht sichtbar, dafür aber schöne dunkle Augenringe. Kein Wunder!
Seit mein kleiner Windelwind auf der Welt ist, komme ich pro Nacht kaum mehr als auf 5 Stunden Schlaf. Und das ist schon einiges, wenn man bedenkt dass es die ersten 5 Tage nach der Geburt gleich 0 waren. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich nach 5 schlaflosen Nächten heulend meine Mutter anrief und ihr sagte….ja gut, ich sagte ihr eigentlich gar nichts sondern heulte nur.
Nachdem meine Mutter also stundenlang meinem Gejammere zuhören musste, organisierte sie mir daraufhin direkt eine Seelenklempnerin alias Hebamme, bei der ich über Zoom dann gleich weiterheulen durfte. Nach stundelangen Rotz und Wasser- Telefonaten, konnte ich dann sogar wirklich sagenhafte 3 Stunden am Stück schlafen. Ein Traum! Danach konnte ich mich mit frischer Energie und Elan gleich in die nächste schlaflose Nacht stürzen.

Ich muss sagen, ich habe das Wochenbett und das Mama-Sein wirklich schwer unterschätzt. In den Medien sieht man immer nur überglückliche und frisch frisierte Mamas mit ihren lächelnden Neugeborenen auf dem Arm, während ich es mit viel Glück vielleicht mal schaffte, mir einmal am Tag die Zähne zu putzen. Von Klamotten gar zu schweigen. Ich glaube die ersten Wochen lief ich komplett nackt durch die Wohnung. Auch meine Haare erinnerten mehr an ein Vogelnest als eine Frisur. Wäre ich nicht den ganzen Tag im Apartment gewesen, ich bin mir sicher es hätten sich ein paar Schwalben bei mir im Haar eingenistet. Also ja, eine Heidi Klum-Mama die 3 Tage nach der Geburt wieder auf dem roten Teppich steht gab ich nicht so wirklich ab. Allerhöchstens eine Britney Spears bevor sie in die Reha-Klinik eingewiesen wurde. Nur das ich noch Haare habe.
Aber gut, dass ist auch nur eine Frage der Zeit.
Seitdem meine Kleine greifen kann, sind ihr Hauptbeuteschema meine Haare. Und da sie zwar ein Profi im Greifen, aber dafür noch nicht im Loslassen ist, verliere ich täglich mehrere Haarbüschel. Hoffe nur die wachsen in dem Tempo nach in dem auch mein Windelwind wächst, sonst sehe ich bald wie Jade Smith aus. (Da Will Smit meinen Blog wahrscheinlich eh nicht liest, bin ich hier vor einer Oscarreifen Ohrfeige hoffentlich einigermaßen sicher).

Aber gut, ich möchte aus dem Blog hier keine emotionale Müllhalde machen, sondern auch von den schönen Seiten des Mama Daseins erzählen, und diese überwiegen eindeutig die ersten mühseligen Wochen, die so gar nicht in die rosarote Welt der Werbung passen wollten. Also: rosarote Werbebrille wieder auf.
Mal ganz ehrlich, es ist schon wahnsinnig schön so ein kleines Mini-Ich aufwachsen zu sehen. Mein Windelwind ist jetzt schon 5 Monate alt und nahezu jeden Tag macht sie weitere Fortschritte die mir trotz dem Schlafmangel ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das schönste ist der Morgen, wenn man noch mitten in seinem schönen Traum steckt in dem der Prinz einen gerade Küssen will und stattdessen dann: Patsch! einem der Babyfuss ins Gesicht getreten wird. Noch ganz verwirrt und schlaftrunken reiße ich mir dann jedesmal die Schlafmaske von den Augen und blicke jedesmal in das grinsende Gesicht meines Babys. Eigentlich sollte ich ja sauer sein, aber wer kann bitte einem Babylächeln widerstehen und nicht einfach mitlachen?! Unmöglich! Nachdem dann auch der Papa brav wachgetreten bzw. wachgegrinst wurde, kann der Tag beginnen. Und der beginnt immer pünktlich zum Sonnenaufgang zwischen 5 und 6 Uhr früh. Wow, wie lange der Tag sein kann wenn man so früh beginnt! Unsere Kleine baut jedoch mehrere Nickerchen während dem Tag ein, bevor es dann um 20 Uhr wieder ins Bett geht. Bis dahin heißt es: Ärmel hochkrämpeln, Rassel raus und jede Menge Durchhaltevermögen!

So, genug upgedatet, mein Windelnwind braucht wieder Aufmerksamkeit.
Bis zum nächsten Eintrag und hasta la vista baby!

Fenjatla

Kurz und knapp: Mein Name ist Fenja, ich bin 25 Jahre alt, 1,56 groß/klein, blond, reiselustig und...naja..hier fängt die Reise auch schon an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest dann bist du hiermit herzlich eingeladen meinen Blog zu lesen ;)

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