…sitze ich immernoch an dem gleichen Schreibtisch, im gleichen Haus, im gleichen Land, mit den gleichen Leuten und der gleichen deprimierenden Ausgangschränkung wie schon im März.
Das einzige was sich geändert hat ist der Monat auf meinem Schreibtischkalender, die Temperaturanzeige auf dem Außenthermometer und meine Haarlänge, die selbst Rapunzel ganz neidisch machen würde.
Seit gefühlten Jahrzehnten warte ich nun schon auf einen Friseurtermin, meinen ersten Präsenzunterricht in der Uni und einen Termin bei der deutschen Botschaft für einen neuen Reisepass (Das Gültigkeitsdatum bewegt sich langsam aber sicher der Illegalität entgegen).
Aber so wie es aussieht kann ich darauf noch etwas länger warten als der Ottonormalverbraucher aus Deutschland, denn Argentinien brüstet sich seit dem Beginn der Krise als das Land mit der härtestens Ausgangsbeschränkung weltweit…und der Superlativ ist nicht übertrieben wenn man anmerkt dass nichtmal die deutsche Botschaft geöffnet hat!!
Tja, vielleicht hätte ich meine Reiseziel und Uniauswahl wohl doch vorher noch etwas überdenken sollen…
Aber naja, nun bin ich hier, im Quarantänegefängnis meines eigenen Hauses, kenne meine neue Uni und Komillitonen nur durch die Webcam meines Laptops und mein persönliches Tageshighlight hat sich auf Müllrausbringen und meine bescheidenen Kochkünste beschränkt.
So viel zu meinem actionreichen Quarantänealltag, der nicht mal genug Inhalt zur Verfügung stellt als es auf eine halbe Seite Blogeintrag zu bringen.
Schlafen, Zähneputzen, Essen, Lernen, Essen, Lernen, Schlafen…
und am nächsten Tag das Gleiche wieder.
Falls sich in dieser spannungsgelandenen Reihenfolge meines Alltags in nächster Zeit etwas ändern wird, werde ich euch natürlich hier in meinem Blog davon berichten 🙂
Bis dahin: Viel Gesundheit und Durchhaltevermögen!
