Oupss. Mir fällt gerade auf dass mein letzter Eintrag schon eine beachtliche Zeit zurück liegt. Shame on me!
Dafür gibt es jetzt umso mehr Input aus Brasilien. Genauer gesagt Rio. Die Stadt, in die ich mich von Tag zu Tag mehr verliebe.
Vielleicht liegt es an dem 12 Monate währenden Sommer, den guten Caipirinhas oder auch einfach nur an der atemberaubenden Landschaft. Eine Großstadt mitten im Grünen und nur einen Steinwurf vom Strand und anderen karibischen Orten entfernt – das lässt die deutschen Städte eindeutig blass aussehen (und das nicht nur wegen den wenigen Sonnentagen)
Aber an manche Dinge muss ich mich trotzdem noch gewöhnen, bzw. angewöhnen; wie zum Beispiel Gelassenheit. Gelassenheit und eine ordentliche Portion Geduld. Und die habe ich weiß Gott nicht mit im Gepäck dabei gehabt
Das beste Beispiel dafür stellt wohl der Straßenverkehr in Rio dar, wobei die Bezeichnung Verkehrschaos eher auf das undefinierbare Gewusel an Autos zutrifft.
Wer seinen Aufenthalt nicht gleich mit einem Autounfall vorzeitig beenden möchte, dem ist dringendst davon abgeraten, sich gleich am Anfang einen Mietwagen zu holen. Zu der Rush-Hour gehört kilometerlanger Stau im Zentrum der Stadt zum Alltag und die über 13 Kilometer lange Rio-Niterói Brücke ist mit einer lückenlosen Aneinanderreihung an Autos von Anfang bis zum Ende bis aufs vollste ausgelastet.
In dem ganzen Chaos scheint der Carioca (Einwohner Rios) jedoch eine stoische Gelassenheit an den Tag zu legen. Drängler werden ignoriert und Fahrfehler mit bewundernswerter Ruhe akzeptiert, während auf Deutschlands Straßen schon jeder Autofahrer auf die Barrikaden gegangen wäre und die Hupe im Dauertakt betätigt hätte.
Anderes Beispiel: Supermarkt. Mit einer Langsamkeit, die einer Schildkröte Konkurrenz macht, ziehen die Kassierer und Kassiererinnen die Waren über die Kassen. Während man beim Aldi aus Deutschland kaum mit den Augen mitkommt, fallen Sie einem an der brasilianischen Supermarktkasse fast von alleine zu. Hat die Kassiererin dann auch noch kein Wechselgeld parat, kann sich der kurze Einkaufsbummel in ein stundenlanges Prozedere verwandeln. Aber Aufregen ist hier so unnötig wie ein drittes Rad am Kickroller, denn nichts auf der Welt scheint einen Carioca aus der Ruhe bringen zu können.
Apropo Ruhe: Etwas, wo die Cariocas aber dann doch so gar nicht ruhig sind, betrifft die Partys. Da können die Deutschen wenig mithalten.
Möchte man am Wochenden nur mal kurz mit seiner Jogginghose zum Gemüsemarkt um die Ecke, sieht man sich auf einmal auf einem Karnevalsumzug in den Straßen Rios wieder.
Und ehe man sichs versieht, zieht man mit und vergisst, was man eigentlich gerade noch einkaufen wollte…
Im folgenden Bild seht ihr diesen Fall –>
Das einzige, was Brasilianer eventuell vom Feiern abhalten könnte, ist die Wetterprognose. Während wir Deutsche durch verregnete Sommer und trübe, dunkle Herbsttage da schon abgehärtet sind, fällt in Rio bei Regen nahezu jedes Event aus. Es scheint, als ob die Wetterprognose die live-gewordenen Version von „the day after tomorrow“ ausgerufen hätte. Die Straßen scheinen wie leergefegt und die Leute verkrümeln sich in ihren Häusern.AbsatzStarte mit dem Grundbaustein aller Erzählungen.
Oupss. Mir fällt gerade auf dass mein letzter Eintrag schon eine beachtliche Zeit zurück liegt. Shame on me!
Dafür gibt es jetzt umso mehr Input aus Brasilien. Genauer gesagt Rio. Die Stadt, in die ich mich von Tag zu Tag mehr verliebe.
Vielleicht liegt es an dem 12 Monate währenden Sommer, den guten Caipirinhas oder auch einfach nur an der atemberaubenden Landschaft. Eine Großstadt mitten im Grünen und nur einen Steinwurf vom Strand und anderen karibischen Orten entfernt – das lässt die deutschen Städte eindeutig blass aussehen (und das nicht nur wegen den wenigen Sonnentagen)
Aber an manche Dinge muss ich mich trotzdem noch gewöhnen, bzw. angewöhnen; wie zum Beispiel Gelassenheit. Gelassenheit und eine ordentliche Portion Geduld. Und die habe ich weiß Gott nicht mit im Gepäck dabei gehabt
Das beste Beispiel dafür stellt wohl der Straßenverkehr in Rio dar, wobei die Bezeichnung Verkehrschaos eher auf das undefinierbare Gewusel an Autos zutrifft.
Wer seinen Aufenthalt nicht gleich mit einem Autounfall vorzeitig beenden möchte, dem ist dringendst davon abgeraten, sich gleich am Anfang einen Mietwagen zu holen. Zu der Rush-Hour gehört kilometerlanger Stau im Zentrum der Stadt zum Alltag und die über 13 Kilometer lange Rio-Niterói Brücke ist mit einer lückenlosen Aneinanderreihung an Autos von Anfang bis zum Ende bis aufs vollste ausgelastet.
In dem ganzen Chaos scheint der Carioca (Einwohner Rios) jedoch eine stoische Gelassenheit an den Tag zu legen. Drängler werden ignoriert und Fahrfehler mit bewundernswerter Ruhe akzeptiert, während auf Deutschlands Straßen schon jeder Autofahrer auf die Barrikaden gegangen wäre und die Hupe im Dauertakt betätigt hätte.
Anderes Beispiel: Supermarkt. Mit einer Langsamkeit, die einer Schildkröte Konkurrenz macht, ziehen die Kassierer und Kassiererinnen die Waren über die Kassen. Während man beim Aldi aus Deutschland kaum mit den Augen mitkommt, fallen Sie einem an der brasilianischen Supermarktkasse fast von alleine zu. Hat die Kassiererin dann auch noch kein Wechselgeld parat, kann sich der kurze Einkaufsbummel in ein stundenlanges Prozedere verwandeln. Aber Aufregen ist hier so unnötig wie ein drittes Rad am Kickroller, denn nichts auf der Welt scheint einen Carioca aus der Ruhe bringen zu können.
Apropo Ruhe: Etwas, wo die Cariocas aber dann doch so gar nicht ruhig sind, betrifft die Partys. Da können die Deutschen wenig mithalten.
Möchte man am Wochenden nur mal kurz mit seiner Jogginghose zum Gemüsemarkt um die Ecke, sieht man sich auf einmal auf einem Karnevalsumzug in den Straßen Rios wieder.
Und ehe man sichs versieht, zieht man mit und vergisst, was man eigentlich gerade noch einkaufen wollte…
Im folgenden Bild seht ihr diesen Fall –>
Das einzige, was Brasilianer eventuell vom Feiern abhalten könnte, ist die Wetterprognose. Während wir Deutsche durch verregnete Sommer und trübe, dunkle Herbsttage da schon abgehärtet sind, fällt in Rio bei Regen nahezu jedes Event aus. Es scheint, als ob die Wetterprognose die live-gewordenen Version von „the day after tomorrow“ ausgerufen hätte. Die Straßen scheinen wie leergefegt und die Leute verkrümeln sich in ihren Häusern.
